Mein beruflicher Werdegang – Ein Kurzüberblick

Ich bin in Wien aufgewachsen und habe nach der Volksschule ein Bundesrealgymnasium besucht. Nach der Unterstufe bin ich in eine HTL für Maschinenbau gewechselt und habe dort maturiert. Zu meiner Matura durfte ich einen Dieselmotor konstruieren. Schon während der Schule, aber auch während meines achtmonatigen Präsenzdienstes, bin ich am späten Nachmittag/Abend in eine amerikanische Re-insurance-Agency und habe dort in der Buchhaltung mitgearbeitet. Nach dem Präsenzdienst habe ich ein Semester BWL auf der WU-Wien besucht und dann beschlossen mich in den beruflichen Alltag zu begeben. Begonnen habe ich als Außendienstmitarbeiter einer Wiener Mietwäschefirma am Standort Salzburg. Das der Verkaufsaußendienst seine Spielregeln hat, wollte ich erst nach einer zweiten Erfahrung für einen deutschen Glasartikelhersteller akzeptieren. Der nächste Schritt war als Juniorprogrammierer für die Warenwirtschaft für einen Salzburger Bankenverbund. Rechenzentren in einer Bank habe genaue Spielregeln und ich habe sehr viel gelernt, aber meine wahren Qualitäten nicht entfalten können. So bin ich schlussendlich in der Pappas Gruppe angekommen. Wie ich mich dort entfalten durfte und welches Potential an Erfahrungen ich dabei erworben habe, ist dem nächsten Teil zu entnehmen. Der Text wurde von mir verfasst und ist entstanden auf Bitte der Personaldirektorin, die Anhaltspunkte zum Erstellen meines Dienstzeugnisses brauchte.

Chronologie

Im Februar 1992 begann mein Dienstverhältnis als Organisationsprogrammierer in der MB-AutomobilvertriebsGes.m.b.H.. Die MB-Auto war die Holdinggesellschaft der Pappas-Gesellschaften und hatte zu dieser Zeit zwei IT-Abteilungen. Ich war der Abteilung „Informatik/Organisation“ zugeteilt, mit den Schwerpunkten der Softwareentwicklung für den Kundendienstbereich (Werkstätten und deren Ersatzteilläger), des Teilevertriebszentrums für Österreich und der Zeit- und Betriebsdatenerfassung. Die Aufgabe war von Anfang an sehr vielfältig definiert. Der Schwerpunkt war die Softwareentwicklung eines neuen ERP-Systems für die Werkstätten und Läger. Dazu kam der Support/Helpdesk, die Analyse der Arbeitsprozesse in den Werkstätten und Läger und die Abbildung dieser Prozesse in der Software. Und umgekehrt habe ich Prozessverbesserungen durch meine Softwareentwicklung etabliert. Ich habe die Mitarbeiter geschult, mich um die Hardware gekümmert und vieles mehr. In diesem Bereich waren die ersten Jahre dann zusätzlich davon geprägt, dass ich die ERP-Software an allen Standorten der Pappas Gruppe in Österreich und Ungarn, sowie von befreundeten Unternehmen in Österreich etabliert habe. D.h. ich habe an rund 40 Standorten präsentiert, geschult, Daten aus Vorsystemen übernommen, die Software eingeführt und deren Einführung vom Anwender bis zum Ergebnisverantwortlichen unterstützt.

Nach ca. zwei Jahren im Unternehmen habe ich parallel zu der oben beschriebenen Tätigkeit, die Verantwortung für die Zeit- und Betriebsdatenerfassung übernommen. Zuerst habe ich das bestehende System unterstützt. Dieses System war in die Jahre gekommen und ich habe gemeinsam mit den Personalverantwortlichen der Pappas Gruppe den Markt evaluiert und ein neues Zeit- und Betriebsdatenerfassungssystem ausgewählt. Dieses System habe ich dann in allen Niederlassungen der Pappas Gruppe in Österreich, Ungarn und Deutschland etabliert und bis zuletzt verantwortet. Diese Tätigkeit war über fünf Jahre ein Schwerpunkt.

Zum Ende des Jahrtausends habe ich unsere ERP-Software auch in den „nicht KFZ-Betrieben“ der Pappas Gruppe eingeführt. Das waren Fahrradeinzelhandelsgeschäfte, ein Fahrradgroßhandel, Zweiradgeschäfte, ein Bürokommunikationsgeschäft, ein Autoteilehandel, ein Export/Import-Unternehmen sowie die Boutique in der Salzburger Innenstadt. Der Schwerpunkt der eigenentwickelten ERP-Software war die Reparatur von Mercedes Benz-Fahrzeugen sowie der Verkauf von Mercedes Benz-Ersatzteilen. Ich musste also die Datenbanken und die Programme dahingehend ändern, dass sie für diese zusätzlichen Geschäftsfelder auch einsetzbar waren.

Der Wechsel in das neue Jahrtausend war dann der Meilenstein, wo ich auch wieder Schwerpunkte in der Datenbank- und Softwareentwicklung des ERP-Systems übernommen habe.

Bald nach dem Sprung in das neue Jahrtausend war ich mit der dualen Preisauszeichnung und mit dem Übergang in den Euro beschäftigt. In dieser Zeit ging es dann Schlag auf Schlag: Im Teilevertriebszentrum musste die Software stabilisiert werden, auf Euro umgestellt werden und für Geschäftserweiterungen (Belieferung Osteuropa) erweitert werden. Der IT-Leiter übertrug mir die Verantwortung für die Software des Teilevertriebszentrums und die Verantwortung für den Kollegen der diese Software realisiert hat. Das ERP-System für die Werkstätten und Ersatzteilläger musste eben auf Euro umgestellt werden und ich habe die Datenbanken angepasst, alle Programme umgestellt, die Software getestet und ausgerollt. Unmittelbar nach dem erfolgreichen Projekt der Euroeinführung, hat mir der IT-Leiter auch die Verantwortung für diesen Bereich der Informatik übertragen. Nahezu nebenbei habe ich maßgeblich mitgearbeitet, das erste moderne Netzwerk der Pappas Gruppe zu gestalten und zu etablieren.

Unser Konzern hat sich zu dieser Zeit in eine Matrixorganisation umstrukturiert und wurde in Sparten aufgeteilt. Insgesamt waren es vier Sparten, davon war eine Sparte der Kundendienst und eine Sparte das Teilevertriebszentrum. Meine Verantwortung und meine definierte Tätigkeit waren ab dieser Zeit das „IT-Management After-sales“. Für die Softwareentwicklung habe ich nach und nach Teammitglieder bekommen. Mein Aufgabenschwerpunkt war ab dieser Zeit, das Bindeglied zwischen der Informatik und den Fachabteilungen zu sein. Ich habe beim „point of sale“ genauso gearbeitet, wie ich mich mit der Geschäftsführung abgestimmt habe.

Durch meine Kenntnisse aus der Verantwortung der Zeit- und Betriebsdatenerfassung habe ich in dieser Zeit auch die stellvertretende Verantwortung über die Lohn-/Gehaltsverrechung übernommen und die Verantwortung über einzelne Bausteine aus diesem Bereich, wie das Personalevidenzsystem.

Die Zeit von 2003 bis 2007 war durch den Neubau des Standorts (Konzernzentrale) in Salzburg geprägt. In dieser Zeit gab es für mich an allen Fronten etwas zu tun. Die Softwareentwicklung koordinieren, neue Hardware evaluieren. Netzwerke im LAN- und WAN-Bereich berücksichtigen. Die Übersiedelung organisieren und vieles mehr.

Nach dem Umzug kam dann die Zeit der Erweiterungen von neuen Fahrzeugmarken, sowie von neuen Standorten. Auch hier hatte ich überall meinen Einfluss. Sei es die Planung eines neuen Standortes oder in der Einführung einer neuen Marke. Ich habe mit verhandelt, Verträge studiert, Vorbereitungen getroffen, etc. etc.

Parallel dazu wurde in dieser Zeit ein neues Business Intelligence System in der Pappas Gruppe etabliert. Es war meine Aufgabe und Verantwortung es aus den ERP-Systemen des After-sales-Bereichs der Pappas Gruppe zu füttern und die Berichte – bis hin zum BAB – mit den Geschäftsverantwortlichen zu gestalten.

Um 2010 herum war ich im Teilevertriebszentrum damit konfrontiert, dass wir zuerst Geschäftsfelder aufgeben mussten (Osteuropa), bis wir Ende 2012 das Teilevertriebszentrum schlussendlich zusperren mussten.

Um für die Pappas Gruppe den Einkauf neu zu organisieren wurde eine neue Abteilung, der Konzerneinkauf, gegründet. Um diesen Konzerneinkauf optimal zu unterstützen, habe ich den Markt nach einem zusätzlichen ERP-System sortiert und habe für die Unterstützung des Konzerneinkaufs ein neues ERP-System etabliert.

Meine letzten Schwerpunkte waren wieder Markenerweiterungen, Standortveränderungen und die konsequente Weiterentwicklung der ERP-Software im Kundendienstbereich der Pappas Gruppe in Österreich, Ungarn und Deutschland.

Tätigkeiten (gegliedert nach dem Leitfaden für Unternehmensberatung)

Unternehmensberatung / Managementberatung

Ich habe in all den Jahren auf Augenhöhe mit allen Kollegen/innen der Pappas Gruppe und befreundeter Unternehmen agiert. Das heißt – ich bin in der Werkstätte gestanden und habe mir die Abläufe der Mechaniker angesehen. Ich bin im Ersatzteillager gestanden und habe die Prozesse gestaltet. Und ich bin mit der Geschäftsführung und dem Eigentümer an einem Tisch gesessen, habe Veränderungen und Strategien im Konzern mitgestaltet.

Teil meiner Tätigkeit war regelmäßig die Analyse und Auswertung von Schwachstellen im Unternehmen. Das war auf der einen Seite Bestandteil der ordentlichen Weiterentwicklung der eigenen Software. Das waren aber auch immer wieder Auftragsarbeiten der Geschäftsverantwortlichen. Wir haben Schwachstellen gesucht und verändert. Ich habe so auch Manipulationen durch Mitarbeiter aufgezeigt, die dann entsprechende Konsequenzen hatten und Vieles mehr.

Durch den Umbau unseres Konzerns (Matrixorganisation) und durch die laufende Erweiterung unseres Konzerns war die Etablierung eines neuen Konten- und Kostenstellenplans notwendig. Gemeinsam mit dem Verantwortlichen aus der Buchhaltung/Controlling habe ich für meinen Verantwortungsbereich diese Pläne gestaltet, definiert und umgesetzt.

Bis zur Einführung des neuen Business Intelligence Systems (Cognos) haben wir ein Management Informationssystem eines externen Dienstleisters unterstützt. Die Einführung des BI-Systems war auf allen Linien sehr umfangreich und war in mehrere Projekte unterteilt. Zum Beispiel wurde der BAB über dieses neue BI-System abgebildet. Im Kundendienstbereich habe ich mit den Geschäftsverantwortlichen den Bedarf an Kennzahlen definiert. Ich habe diesen Bedarf dokumentiert und strukturiert. Mit der Geschäftsführung habe ich dann die gewünschten Kennzahlen abgestimmt. Mit meinem Team und externen Dienstleistern haben wir dann die Datenbanken, die Datenwürfel und schlussendlich die Berichte erstellt. Es war dann wieder meine Aufgabe und Verantwortung, die Berichte zu prüfen, bei den Geschäftsverantwortlichen zu etablieren und gemeinsam mit der Geschäftsführung zu interpretieren.

Auf der einen Seite war dieses BI-System das konzernstrategische Instrument. Auf der anderen Seite gab es laufend Bedarf an individuellen Auswertungen. Sei es eine AdHoc-Abfrage für einen Abteilungsleiter. Anfragen durch das Controlling, durch das Business Solution Team, durch das konzerninterne Audit und Compliance Team, durch den IT-Leiter oder die Geschäftsführung. Alle diese Anfragen aus dem After-sales-Bereich, aber auch aus dem Personalbereich sind schlussendlich immer bei mir gelandet und von mir gestaltet worden. Durch meine Kenntnisse der Organisation, der Prozesse, des Bedarfs, aber eben auch der Datenbanken, war ich der qualifizierte Ansprechpartner.

Es war eine meiner Kernkompetenzen aus der Informatik heraus, die laufenden Prozesse in allen Geschäftsfeldern des After-sales-Bereichs nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu unterstützen, zu beraten und neu zu gestalten.

Ich habe im Laufe der Jahre die Gründung von Unternehmen in Österreich, Ungarn und Deutschland unterstützt. Ich habe bei Unternehmensnachfolgen und –übernahmen mitgearbeitet. Ich habe bei der Umwandlung der Aktiengesellschaften in Gesellschaften.m.b.H im Jahr 2014 mitgearbeitet. Und ich habe auch bei der Liquidation von Unternehmen mitgearbeitet.

Ich habe gleichzeitig an vielen Projekten gearbeitet und parallel verschiedene Projekte verantwortet. Projektmanagement ist eine weitere meiner Kernkompetenzen. Die Art des Projektmanagements ist mit „agilem Projektmanagement“ zu definieren. Dazu habe ich bei der IBM-Österreich auch einen Kurs absolviert und mich eigenverantwortlich laufend weitergebildet und organisiert.

Personalwesen / Human Resources

1994 habe ich innerhalb der Informatik die Verantwortung für die Zeit- und Betriebsdatenerfassung übernommen. Erster Schwerpunkt war die Evaluierung zur Einführung einer neuen Software in unserem Konzern. Gemeinsam mit einem Verantwortlichen aus dem Personalbereich habe ich Messen besucht, Softwarehersteller besucht und Referenzkunden dieser Softwarehersteller besucht. Ich habe die Ergebnisse vor allen Personalverantwortlichen präsentiert und wir haben uns gemeinsam für einen Softwarehersteller entschieden. Im nächsten Schritt habe ich das Pflichtenheft erstellt und die Vertragserstellung mit dem externen Partner verhandelt und zum Abschluss gebracht.

Gemeinsam mit einem Verantwortlichen aus dem Personalbereich der Pappas Gruppe und einer Verantwortlichen des externen Partners habe ich zuerst die Zeiterfassung (inkl. Mitarbeiterkarteien) in diesem System für die Pappas Gruppe definiert. Anhand der Vorgaben aus dem Arbeitszeitgesetz, den bei uns etablierten Kollektivverträgen, den Betriebsvereinbarungen und auch Individualvereinbarungen habe ich einen Standard für den Konzern definiert. Das heißt ich habe Arbeitszeitmodelle definiert. Ich habe definiert wie Mehrzeiten gewertet und abgerechnet werden. Wie Freizeiten und Abwesenheiten bewertet und abgerechnet werden. Wie die Karteien des Mitarbeiters dazu richtig geführt werden. Und wie die ordentliche Übergabe in das Lohn-/Gehaltsverrechnungssystem erfolgt.

Die Merkmale der Definition des Zeitsystems waren: 1) Wir bilden die Vorgaben aus den gesetzlichen und kollektivvertraglichen Regelungen ab. 2) Wir eröffnen jedem Mitarbeiter die Transparenz seiner Zeiten und Karteien. 3) Wir übergeben dem Mitarbeiter die Verantwortung seiner Zeiten bei der Buchung. 4) Wir lösen hochgradig die „Papierorganisation“ durch IT-Prozesse ab.

Ich habe die Zeiterfassung zuerst in zwei Niederlassungen (Wien/Niederrösterreich und Tirol) eingeführt. Zur Einführung gehörte die Vorab-Präsentation der neuen Software bei den Abteilungsleitern und bei jedem Mitarbeiter. Ich habe gemeinsam mit den Geschäftsführern die Betriebsräte informiert und wenn es notwendig war, mit ihnen verhandelt. Ich habe vor Ort die notwendige Soft- und Hardware installiert. Ich habe Informationsbroschüren für die Mitarbeiter erstellt. Ich habe alle Mitarbeiter geschult. Ich habe die Abteilungsleiter geschult, wie sie Zeiten quittieren, die Abteilung in diesen Bereich administrieren und organisieren. Ich habe schlussendlich gemeinsam mit dem Personalbüro vor Ort die Richtigkeit der Zeiterfassung sichergestellt und für die Abrechnung in das Lohn-/Gehaltsverrechnungssystem übergeben. Ich habe gemeinsam mit dem Personalbüro im Lohn-/Gehaltsverrechnungssystem geprüft ob die Lohnarten stimmen, ob Speicher richtig gefüllt sind und ob am Ende der Lohn-/Gehaltszettel für jeden Mitarbeiter stimmt.

Im nächsten Schritt haben wir die Betriebsdatenerfassung für unsere Bedürfnisse definiert. Im unseren Betrieben war ein Prämiensystem für unsere produktiven Mitarbeiter etabliert. Die produktiven Mitarbeiter können sich eine Mehrleistungsprämie aus dem Verhältnis der Arbeiten am Fahrzeug zu den verrechneten Zeiten zum Kunden erarbeiten. Diese Mehrleistung war in vielen unserer Betriebe in Teamarbeit organisiert, in anderen Betrieben wieder in Einzelleistungen. Am Ende ging es immer um die Geldbörse des Einzelnen, aber natürlich auch des Unternehmens.

Zuerst wurde die Betriebsdatenerfassung als Ergänzung der Zeitfassung wieder in Wien/Niederösterreich und in Tirol etabliert. Danach in allen Unternehmen der Pappas Gruppe in Österreich, Ungarn und in Deutschland.

Für den Einsatz in Ungarn und in Deutschland habe ich die landesspezifischen Regelungen kennengelernt und umgesetzt.

Ich habe vor dem Einsatz der Zeit- und Betriebsdatenerfassung in allen Standorten wieder jeden Mitarbeiter informiert und geschult. Wenn notwendig mich mit dem Betriebsrat auseinandergesetzt. Habe die Einführung begleitet. Und natürlich auch laufend die Fragen der Personalbüros/-abrechnung und der Mitarbeiter beantwortet.

Ein persönliches Highlight meiner Karriere war, wie ich alleine vor 250 Mitarbeitern an einem Abend in der Kantine in Linz gestanden bin. Ich habe über zwei Stunden den Kollegen/innen die Zeit- und Betriebsdatenerfassung nähergebracht. Fragen beantwortet, Bedenken zerstreut und am Ende der Veranstaltung haben mir die Kollegen Beifall gespendet. (Mann – war ich stolz. Aber das war/ist eine Stärke von mir – durch persönlichen Einsatz Überzeugungsarbeit leisten).

In diesem Bereich habe ich im Laufe der Jahre die Zeit- und Betriebsdatenerfassung ständig aktualisiert, das heißt technisch aktualisiert (Soft- und Hardware). Neue Kollektivverträge berücksichtigt und bei deren Einführung mitgearbeitet. Gemeinsam mit der Personaldirektion den Umstieg der Unternehmen auf andere Kollektivverträge organisiert und mitverantwortet. Zusätzliche Prämiensysteme etabliert. Und und und.

Innerhalb der Pappas Informatik haben wir im Laufe der Zeit immer wieder Personalrekrutierungen vorgenommen. Vom IT-Leiter war ich als Abteilungsleiter immer in diese Prozesse involviert.

Im Speziellen habe ich ein Team der Pappas Informatik verantwortet und dieses Team hat sich immer wieder verändert. Es haben Kollegen das Team aus persönlichen oder auch aus betrieblichen Gründen verlassen. Es sind neue Kollegen dazu gekommen. In Abstimmung mit dem IT-Leiter konnte ich bei der Auswahl der Kollegen mitbestimmen. Es war meine Verantwortung die Kollegen in mein Team einzuführen und in die Agenden einzuarbeiten. Es war meine Aufgabe und Verantwortung das Team zu formen und durch unsere Projekte zu leiten. Aufgaben zu verteilen, Agenden zu verteilen. Erfolge anzuerkennen und bei Misserfolgen die Verantwortung zu übernehmen. Es war meine Aufgabe und mein Geschick, Agenden so zu verteilen, dass sich jedes Teammitglied wohl fühlt, gefordert ist aber nicht überfordert wird. Und wir am Ende als Team erfolgreich sind.

Marketing

In meiner Verantwortung standen mehrere Produkte. Das waren im Schwerpunkt zwei Produkte die Eigenproduktionen waren und zwei Produkte die wir zugekauft haben. Als interner und externer Dienstleister war ich daher mit allen Segmenten einer Vermarktung von Produkten vertraut. Es galt die eigenen Produkte intern zu vermarkten. Vom einfachen Mitarbeiter bis zum Eigentümer. Es galt aber auch, die eigenen Produkte gegenüber Partner zu vermarkten. Die ERP-Software aus meinem Verantwortungsbereich wurde von befreundeten Unternehmen der Pappas Gruppe genauso genutzt, wie von Unternehmen außerhalb der Pappas Gruppe. Ich habe für den Einsatz der Produkte Konzepte erstellt, ich habe präsentiert, verhandelt, Verträge gestaltet und die Produkte etabliert.

Die Marktbeobachtung und –beurteilung war ein ständiger Begleiter. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und der Marketingabteilung habe ich ständig an Veränderungen, Verbesserungen und Erweiterungen gearbeitet. Ich habe mir angesehen, wie andere Unternehmen arbeiten. Ich habe beobachtet wie andere Marken agieren. Wir haben laufend neue Marken eingeführt und von dieser Seite neue Konzepte umgesetzt. Gemeinsam mit der Marketingabteilung haben wir fortwährend daran gearbeitet, wie wir den Kunden besser kennenlernen, genauer beurteilen, für uns gewinnen – mit ihm im Geschäft bleiben. Wie wir uns in der Beziehung zum Kunden (CRM) organisieren.

Auf der anderen Seite habe ich auch ständig den IT-Markt beobachtet.

Die Preis- und Konditionsgestaltung ist eine der Kernkonpetenzen einer ERP-Software. Ich war fortlaufend damit beschäftigt, wie die einzelnen Hersteller/Marken Preise gestalten. Konditionen gestalten. Wie wir diese Preise und Konditionen in den Markt weitergeben. Ich habe Tools geschaffen, damit unsere ERP-Software nach (Marketing)-kriterien Preislisten kalkuliert und Vieles mehr.

Organisation

Schon bei meiner Einstellung hat der IT-Leiter betont, dass wir nicht die „Informatik“ sind, sondern unsere Abteilung die „Informatik/Organisation“ ist. Und dieses Beiwerk „Organisation“ war der ständige Begleiter meiner Tätigkeit. Ich habe mir in unseren Werkstätten/Ersatzteilläger die Organisation angesehen. Ich habe sie in den Datenbanken und Programmen abgebildet. Ich habe sie aber auch verändert und habe eine neue Organisation in vielen Bereichen etabliert.

Ich habe mein Team und unsere Projekte organisiert und gemanagt. Ich habe die Beziehungen und die Arbeiten zu den Fachabteilungen und Partnern organisiert.

Im Jahr 1998 habe ich den Bau des neuen IT-Büros und die Übersiedelung verantwortet.

Beim Bau des Standorts am Flughafen habe ich mitgearbeitet und einzelne Bereiche verantwortet.

Beim Einsatz von technischen Büro- und Kommunikationsmitteln war ich immer federführend. Ich war der Erste, der ein Notebook hatte, der ein Handy hatte. Ich war der Erste der sich und sein Team mit diesen Mitteln organisiert hat. Ich war der Erste der seinen Kalender und sein Adressbuch elektronisch geführt hat. Ich habe in Laufe der Jahre Projektmanagementtools eingesetzt und selbst damit gearbeitet.

Persönlich und für mein Team habe ich alle Dokumentationen, Belege, Dokumente, Mails und so weiter ausschließlich digital abgelegt und archiviert.

Ich habe den Druck der Belege aus dem ERP-System auf den bedarfsgerechten und effizienten Druck am Einzelblattdrucker umgestellt.

Im Konzern habe ich ein Archivierungssystem eingeführt. Alle aus dem ERP-System erzeugten Belege werden digital archiviert und im Bedarfsfall dem Anwender wieder zur Verfügung gestellt.

Ich habe die Einführung des Workflow-Systems der Pappas Gruppe mitgestaltet.

Technik / Technologie

Es war für meinen Bereich in meiner Verantwortung technische Investitionen in Soft- und Hardware zu analysieren und bezüglich Wirtschaftlichkeit und Usability zu beurteilen.

Ich war in meiner ganzen Dienstzeit an der Produktentwicklung und an dem Produktdesign der eigenen ERP-Systeme beteiligt und 13 Jahre dafür verantwortlich.

Ich habe Workshops geleitet, in denen ich gemeinsam mit Vertretern der Fachabteilungen neue Ideen diskutiert habe und daraus Konzepte gestaltet habe, die dann in Folge in unserer ERP-Software umgesetzt wurden. Ein Beispiel ist das CheckIn – eine Plattform für die Auftragsvoranmeldung und Auftragseröffnung in unseren Betrieben.

Ich war immer an der Auswahl und Installation der Hardware im Mainframe-Bereich beteiligt. Gemeinsam mit den Kollegen haben wir die Hardware evaluiert, Angebote verglichen und Verträge verhandelt.

Logistik

In meinem Verantwortungsbereich waren drei ERP-Systeme. Eines für das Teilevertriebszentrum für Mercedes Benz Teile in Österreich und Osteuropa. Eines für die Agenden des Konzerneinkaufs. Und eines, welches auch für die Lagerbewirtschaftung von ca. 50 Standorten verantwortlich war.

Lagersystemplanung, Disposition und Bestandsmanagement sind das Fundament meiner Kenntnisse in diesem Bereich.

Finanz- und Rechnungswesen

Die ERP-Systeme in meiner Verantwortung sind die Quelle für die angebundenen Finanzsysteme. Ich habe mich laufend mit den Verantwortlichen aus dem Finanzbereich abgestimmt. Ich bin in Kenntnis wie diese Systeme zu füttern sind. Welche Ergebnisse diese Systeme liefern. Und auch wieder umgekehrt: Wenn im Controlling, im BAB oder im BI-System Fragen aufgekommen sind, habe ich sie an der Quelle analysiert und die Fragen beantwortet.

Ich war im ständigen Kontakt mit den Finanzverantwortlichen von Österreich und Ungarn und wir haben gemeinsam alle anstehenden Projekte umgesetzt (Duale Preisauszeichung, Euro-Einführung, Änderungen von Mehrwertsteuern, etc.).

Beratungen in Außerwirtschaftlichen Belangen

Ich habe in unseren ERP-Systemen alle notwendigen Prozesse für den Wareneingang aus dem europäischen Binnenmarkt gestaltet. Ich habe für alle unsere ERP-Systeme die Lieferung und Verrechnung in den Binnenmarkt gestaltet.

In unserer ERP-Software habe ich den Prozess für eine lückenlose Dokumentation der IG-Lieferung/-Leistung abgebildet.

Gemeinsam mit einem Verantwortlichen aus dem Finanzbereich haben ich die Intrastat-Meldung für die Pappas Gruppe automatisiert.

Insgesamt hat die Pappas Gruppe sowohl auf der Seite der Lieferanten, wie auch auf der Seite der Partner und Kunden Beziehungen ins Ausland (EU und non-EU). Es hat laufend Berührungspunkte mit der Informatik gegeben, die ich im After-sales-bereich betreut, behandelt und verantwortet habe.

Wirtschaftsmediation

Durch meine Verantwortung für die Zeit- und Betriebsdatenerfassung, aber auch durch die Verantwortung für die ERP-Systeme war ich oft mit streitigen Verhandlungen zwischen Belegschaft/Betriebsrat und dem Management konfrontiert. Ich habe solche Verhandlungen/Diskussionen durch meinen Pragmatismus und mein Engagement immer zu einem Erfolg gebracht. Zu einem Erfolg an dem sich alle Seiten beteiligen und identifizieren konnten.

Ich habe regelmäßig Workshops geleitet, Verhandlungen geführt und Verträge/Abmachungen ausgehandelt. Ob im Unternehmen intern, mit Partner, mit Lieferanten. Ob in Österreich, Ungarn oder Deutschland. Ob in Deutsch oder in Englisch. Das war und ist meine Stärke. Verhandlungen oder Diskussionen führen und zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

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